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Ueber Maloja
Allgemeine Information
Maloja, einst die Alp von Stampa, hat sich zum veritablen Ferienkurort gemausert. Wo sich früher die Kühe getummelt haben, sind es nun die erholungsuchenden Touristen. Maloja ist ein Dorf am Malojapass zwischen dem Oberengadin und dem Bergell. Es gehört politisch zur Gemeinde Bregaglia im Bergell, geografisch aber zum Oberengadin. Der Ort zählt rund 300 Einwohner. Die Gegend um Maloja ist geografisch, geologisch und botanisch eines der interessantesten Gebiete der Alpen. Umrahmt von hohen Bergen zieht sich von Nordosten her eine Kette von Seen durch die Engadiner Hochebene bis zum Passort Maloja auf 1815 m Höhe. In Maloja entspringt der „Inn“, welcher dem Engadin seinen Namen gibt.
Geschichte
Maloja war ursprünglich nicht die Bezeichnung für einen Ort, sondern für den Pass. Im Gegensatz zu den benachbarten Übergängen, die bereits von den Römern benutzt wurden, gelangte dieser aber erst mit dem Bau der heutigen Strasse im 19. Jahrhundert zu seiner Bedeutung. Dank dem Pioniergeist des belgischen Grafen Camille de Renesse entwickelte sich gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts an der neuen Passstrasse der Ort Maloja. De Renesse war von der grandiosen Alpenwelt dermassen fasziniert, dass er eine Ferienstadt für die Aristokratie aufbauen wollte. So liess er das gigantische Hotel Maloja Palace, das Hotel Schweizerhaus, die beiden Kirchen, das Schloss Belvedere und verschiedene Villen erbauen. Doch seine Pläne scheiterten und Maloja wurde zum kleinen, sympathischen Ferienort für die ganze Familie. Für eine bewegte Geschichte sorgte allerdings nicht erst der grössenwahnsinnige belgische Graf, sie beginnt bereits 2000 Jahre vor Christus, als die ersten Jäger durch die Gegend streiften. Die Ornamentssteine von Maloja, die Wannengräber und die Münzfunde sind beredte Zeugen dieser Geschichte.
Klima
Das Engadin liegt auf der Alpensüdseite und ist bekannt für seine vielen Sonnentage. Bedingt durch die Höhe ist es im Winter absolut schneesicher. Durch das stets trockene, kontinentale Klima sind auch tiefste Temperaturen angenehm zu ertragen. Im Sommer beginnt der Malojawind meistens gegen Mittag kräftig zu wehen und darum ist das Seenplateau ein beliebtes Revier für Wassersportler und auch für Segelflieger.
Lage & Anreise
Die optimale Lage, Ausgangspunkt ins Bergell und am Anfang des Oberengadins, ermöglicht Ihnen unzählige Ausflugsmöglichkeiten. In einer halben Stunde sind Sie auf den höchsten Gipfeln des Engadins oder an den Gestaden des Comersees. Ob Sie nun die Zurückgezogenheit in der herrlichen Berglandschaft oder/und auch mal das Mondäne des Weltkurorts St. Moritz geniessen möchten, alles liegt in unmittelbarer Nähe.
Maloja ist 18km von St. Moritz, 190km von Zürich und 150km von Mailand entfernt.
Sehenswürdigkeiten
Turm Belvedere
Das Wahrzeichen von Maloja. Die Dachterrasse mit der Zinnenmauer kann im Sommer begangen werden und aus Aussichtsterrasse mit einem wunderschönen Blick ins Bergell, auf Maloja und die Oberengadiner Berge genutzt werden. Auch finden dort regelmässig Ausstellungen statt.
Gletschertöpfe
Die Wirkung der Eiszeit durch die Gletscher ist im Gebiet von Maloja besonders eindrucksvoll. Es sind zylindrische Löcher, die eine Tiefe von 10 und mehr Metern erreichen und wie Schächte in die Felsen eindringen.
Dreifach - Wasserscheide
Unweit des Piz Lunghin im Norden befindet sich eine dreifache Wasserscheide. Dort entspringt die Julia, die ihr Wasser in den Rhein und schliesslich in die Nordsee schickt. Der Inn fliesst über das Engadin in die Donau, welche in das Schwarze Meer mündet. Die Maira fliesst durch das Bergell und dann über den Comersee ins Mittelmeer. Ein Kuriosum das europaweit einmalig ist.
Höchstgelegene Schifffahrtsgesellschaft Europas
Das Schiff fährt von Maloja über Isola nach Sils (nur im Sommer).
Kultur
Das faszinierende Spiel von Licht und Schatten zog immer auch die Künstler an. Giovanni Segantini hat sich Maloja als letzte Heimat und Sujet für so viele Naturbilder ausgesucht. Auch Giovanni Giacometti wirkte hier, der Vater von Alberto Giacometti. Ihr Geist inspiriert heute noch zu Ausstellungen, Lesungen und Konzerten.
Giovanni Segantini: - Segantini Dorf Maloja
Der berühmte Maler Giovanni Segantini verbrachte die letzten vier Lebens- und Schaffensjahre in Maloja im Engadin, dessen fantastisches Licht ihn verzauberte. Geboren 1858 in Arco (Trento), verlor er bereits als Kind Mutter und Vater und wuchs bei seiner Halbschwester in Mailand auf, wo er schon früh zu malen begann. 1886 zog er nach Savognin, 1894 nach Maloja und Soglio. Bereits fünf Jahre später allerdings starb Giovanni Segantini in der nach ihm benannten Hütte auf dem Munt da la Bes-cha (Schafberg) oberhalb von Pontresina im jungen Alter von 41 Jahren. Der Themenweg «Sentiero Segantini» und die Grabstätte auf dem Bergfriedhof von Maloja erinnern an den Künstler. Das Segantini Haus mit Atelier befinden sich gegenüber dem Schweizerhaus.
Alberto Giacometti
Der bekannte Bildhauer ist in Stampa im Bergell aufgewachsen. Maloja war einst die Alp von Stampa, wo die Familie Giacometti ihr Sommerhaus hatte. Die ganze Giacometti-Familie ist als Kunstfamilie bekannt. In der „Saletta Giacometti“ (im Hotel Schweizerhaus gegenüber der Rezeption) befinden sich Bilder von Alberto Giacometti’s Vater Giovanni Giacometti.
Hannes Gruber
Künstler aus Sils-Baselgia, verleiht dem Schweizerhaus durch seine Dauerausstellung im Restaurant, den Hotelzimmern und den Treppenaufgängen bis zum 4. Stock einen modernen Zeitgeist.
Sportmöglichkeiten
Winter
Maloja bietet ein grosses Angebot für Langläufer: Klassisch wie Skating, alle Schwierigkeitsstufen werden angeboten, auch über den gefrorenen Silser-See führen die Pisten Loipennetz: Maloja-St. Moritz 78 km und ganzes Engadin: 237 km. Snowboard und Alpinski am Hausberg Aela (Tellerlift) und speziell für Kinder der Ponylift. Snowtubing beim Ponylift, Schlitteln, Schneeschuhwandern, Tourenskifahren, Curling und Eisstockschiessen.
Sommer
Idealer Ausgangspunkt für grosse und kleine Wanderungen ins Bergell und im Engadin, ein „must“ sind die beiden idyllischen Bergseen Cavloc und Bitabergh (ca. 1 h)
Auf der Rückseite der Schutzmauer Orlegna gibt es eine frei begehbare Klettermauer, ebenso eine anspruchsvolle Kletterwand neben der Chiesa Bianca.
Möglichkeit für Mountainbiken, Tennis, Segeln, Kitesailing, Windsurfen, Pedalos, Ruderboote und Golfen.
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